David und Jill Savage Scharff: The Interpersonal Unconscious“
In „The Interpersonal Unconscious“ tragen David und Jill Savage Scharff das Wissen zusammen, das sie in klassischer Analyse, in Paar- der Familientherapie sowie in der Anwendung analytischer Gruppen in der Lehre gesammelt haben. Sie integrieren die südamerikanischen Link- Theorien und die analytische Feldtheorien und wenden außerdem Aspekte der Chaostheorie auf zwischenmenschliche Begegnungen an. Fortschritte in der Bindungstheorie, den Neurowissenschaften und den Entwicklungstheorien fügen sie in ihren erweiterten Blick auf das unbewusste Geschehen in Beziehungen ein. Insgesamt versuchen Sie damit eine Integration ihrer früheren Beiträge zur psychoanalytischen Objektbeziehungstheorie mit angrenzenden anderen wissenschaftlichen Feldern. Diesen komplexen Ansatz wenden sie im klinischen Bereich von Einzel-, Paar- und Familientherapie an und illustrieren dies mit reichhaltigen Fallberichten, die die Bedeutung ihres Ansatzes untermauern sollen. Otto Kernberg kommentiert: „It is an exciting exploration of the present expansion and challenges of theoretical and clinical psychoanalysis; thought provoking and practical at the same time.” Eine ihrer Grundhypothesen ist, das das Unbewusste nicht so individuell ist wie Freud dies sah. Scharffs belegen, dass das Unbewusste grundsätzlich interpersonell funktioniert und wir prinzipiell in einem unbewussten Feld leben, auch wenn wir dies nicht wirklich merken und uns auf illusionäre Weise autonom und unabhängig fühlen. Wir alle nehmen ständig an einem interpersonellen Feld teil, erweitern es, bereichern es und strukturieren es. Scharffs sehen auch angelehnt an Fairbairns und Sutherlands Theorien das Unbewusste immer in Beziehung, das quasi als lebenslange Baustelle sich selbst immer wieder und damit auch andere verändert, und sich in Interaktion chronisch umgestaltet, sei es in intimer Partnerschaft, in der Arbeit mit anderen oder sozialen Gruppen jeder Art. Gleichzeitig fühlt es sich paradoxerweise einzigartig und überdauernd an, obwohl es während des ganzen Lebenszyklus in sich und an sich arbeitet. Das Buch wurde parallel im Oktober 2011 in den USA, in China und ins Spanische übersetzt und publiziert.
Zur Zeit fördert der Verein die Übersetzung einer Auswahl von Texten des Psychoanalytikers Henry V.Dicks. Die Herausgabe der deutschen Ausgabe wird von Bernd Bötger und Peter Möhring zusammengestellt. Die Ausgabe des englischen Titels lautet "Marital Tensions - Clinical studies towards a psychological theory of interaction".
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